Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie

Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie

Die Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie sind natürlich in direktem Zusammenhang zu betrachten. Während die Landwirtschaft für die Produktion der Rohstoffe verantwortlich zeichnet, verwertet die Nahrungsmittelindustrie diese zu Verbraucher fertigen Lebensmittelprodukten. Oberstes Gebot stellen dabei eine auf Ökologie und Ökonomie basierende Produktion sowie ein fairer Handel dar.

Heute muss die Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie zusätzlich innerhalb der EU-Agrarpolitik bewertet werden. Was die Durchführung von Produktionen nicht gerade vereinfachte, zumal unzählige Verordnungen berücksichtigt werden müssen. Sowohl Landes- als auch EU-Gesetze und Verordnungen dienen aber in erster Linie einem wohlwollenden Verbraucherschutz.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft versteht sich als reiner Erzeuger von Lebensmittelrohstoffen. Denn der angebaute und geerntete Weizen wird zu Mehl verarbeitet, die unzähligen Tiermasten erzeugen Rohrprodukte für die Fleischwarenindustrie, die unter anderem zu Wurst verarbeitet werden können und der Hopfen sowie die Braugerste dienen den Brauereinen für die Bierproduktion, der Anbau von Zuckerrüben dient der Zuckerherstellung, usw.

Ebenfalls erzeugt die Landwirtschaft heute einen Großteil der regenerativen Energien. Sei es dabei in der Holzwirtschaft, die Rohproduktion für Biogasanlagen (z.B. Mais) sowie Felder, die mit Photovoltaikanlagen bebaut werden, usw.

Des Weiteren gelingt es der Landwirtschaft erfreulicher Weise noch immer, zumindest einen kleinen Teil innerhalb der Nahrungsmittelindustrie darzustellen. Beispielsweise durch den Anbau von Obst und Gemüse sowie die Eierproduktion. Hoch im Kurs steht heute die Bio-Qualität, die vielen Bauern die Möglichkeit der rentablen Eigenvermarktung ihrer Produkte in so genannten Hofläden ermöglichte. Abstand nehmen sollte die Landwirtschaft hingegen von einer genmanipulierten Lebensmittelerzeugung.

Nahrungsmittelindustrie

Die Nahrungsmittelindustrie versteht sich als reiner Veredler von landwirtschaftlich erzeugten Rohstoffen zu verbrauchsfertigen Lebensmitteln. Nur ein perfekt funktionierendes Zusammenspiel von Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie gewährleisten letztendlich dem Verbraucher qualitativ hochwertige Lebensmittelproduktionen sowie den Verzehr einwandfreier Kost.

Ein gutes Beispiel liefert dazu die Milcherzeugung, die für unzählig veredelte Produkte steht: z.B. Butter, Margarine, Buttermilch, Sahne, Kondensmilch, Kefir, Schokolade, Eis, Magermilch, Käse, Joghurt, Quark, Frischkäse, usw.

Innerhalb der Nahrungsmittelindustrie gliedern sich die einzelnen Industriezweige: Bäckerindustrie, Fleischwarenindustrie, Molkereien, Brauereien und Getränkeindustrie, Zucker- und Süßwarenindustrie, Fischindustrie, Gewürzeindustrie, Konservenhersteller, Tiefkühlproduktionen, Mühlen, Verpackungsindustrie, usw. Allesamt bedacht auf einen bestmöglichen Verbraucherschutz, inklusive Boden-, Pflanzen- und Umweltschutz (z.B. Klima).