Landwirtschaft in Deutschland

Landwirtschaft Deutschland

Die Landwirtschaft in Deutschland in Zahlen

Im Jahre 1900 erzeugte ein Landwirt in Deutschland ausreichend Nahrungsmittel für 4 weitere Personen, im Jahre 2004 ernährte er 143 zusätzliche Personen. Trotz dieser fulminanten Steigerung der Produktivität ist Deutschland heute nach wie vor ein Nettoimportland auf dem Gebiet der Agrargüter.

Die Landwirtschaft in Deutschland nutzt ungefähr 17 Millionen Hektar Boden, das sind erstaunlicherweise fast 50% der Gesamtfläche der Bundesrepublik Deutschland. Circa 12 Millionen Hektar entfallen dabei auf die Produktion von Pflanzen, weitere knapp 5 Millionen Hektar werden von Grünland, d.h. von Flächen für den Anbau von Gras, eingenommen. Exoten wie Obstplantagen, Weinberge oder Baumschulen beanspruchen dagegen nur Flächen im Promillebereich.

Agrarpolitik in Deutschland - die Europäische Union gibt die Richtung vor

Mit dem fortschreitenden Zusammenwachsen der Europäischen Union wurden in den letzten Jahren immer weitergehende agrapolitische Kompetenzen von der Ebene der Nationalstaaten auf die übergeordnete Entscheidungsebene der EU verlagert. Die Agrarpolitik in Deutschland wurde damit zahlreicher Steuerungsinstrumente beraubt und setzt in vielen Fällen nur noch die auf europäischer Ebene beschlossenen Maßnahmen in nationales Recht um.

Der Strukturwandel in Zahlen

Zusätzlich dazu schreitet der Strukturwandel in der Landwirtschaft in Deutschland nach wie vor zügig voran.

Seit der Wiedervereinigung ist die Gesamtzahl der Betriebe von 541.000 auf unter 360.000 gesunken,

im gleichen Zeitraum reduzierte sich auch die Zahl der Erwerbstätigen von über 1,5 Millionen auf unter 900.000 Beschäftigte. Waren Anfang des vergangenen Jahrhunderts noch circa 38% aller Menschen in der Landwirtschaft tätig, so hat sich ihr Anteil seitdem stetig verkleinert und liegt heute bei nur noch 2%.

Ein Ausblick in die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland

Leider droht im Zuge des Strukturwandels auch das bisherige Leitbild des bäuerlichen Familienbetriebs in Gefahr zu geraten. Eine zwar langsame, aber wohl doch unaufhaltsam fortschreitende Umwandlung der Familienbetriebe in gewerbliche Lohnarbeitsbetriebe wird während der nächsten zwei folgenden Generationen stattfinden.

Allerdings besteht auch etwas Hoffnung, denn in einigen Regionen hat sich die traditionell bäuerliche Struktur doch als anpassungsfähiger und damit überlebensfähiger erwiesen, als zunächst anzunehmen war. Insbesondere im Süden der Republik, beispielsweise im Allgäu und in Oberbayern haben sich viele Familienbetriebe innovative und neuartige Einnahmequellen erschließen können: Sie erzeugen Strom aus Sonnenenergie, stellen Raps als Rohstoff für Biodiesel her oder gewinnen Strom und Wärme mit Hilfe von Biogas-Anlagen.

Die Landwirtschaft überlebt in Deutschland nur noch durch Subventionen, das ist leider bekannt. Und doch sind landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Deutschland bei den deutschen Bürgern sehr beliebt. Die Wochenmärkte der Städte finden regen Anklang und der Wandel im Denken, hin zu ökologisch unbedenklichen Lebensmitteln unterstützt die Landwirtschaft. Wer sich mehr dafür interessiert kann bei diversen Instituten Informationen dazu erhalten. Wer selbst eine Marktforschung in Auftrag geben möchte, kann dies heute online tun. Oder man fragt einfach Nachbarn und Verwandte nach deren Einkaufsverhalten. Die Marktforschung auch im Bereich Landwirtschaft ist wichtig für die weitere Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe.

Die Landwirtschaft in Deutschland bekommt einen immer bedeutsameren Stellenwert. Sogar auf internationaler Ebene. Frei nach dem Motto: Back to the roots, wünschen sich mehr und mehr Verbraucher, endlich wieder natürliche, pure Produkte konsumieren zu können. Produkte, die nicht gentechnisch behandelt oder chemisch hergestellt sind. Die einfachsten Dinge sind eben oft doch die besten. Ähnlich verhält es sich mitunter auch mit einem klassischen Gerätekoffer . Denn auch hier macht die gute Qualität den Unterschied.